Für Datenschutz-Interessierte

Google

Was Google offiziell von mir & über mich weiß:
www.google.de - Konto : myaccount.google.com > Privatsphärecheck (Einstellungen)
Im Google-Dashboard Datennutzung und in der Google-History Aktivitäten und Protokolle einsehen.
Es lohnt sich, mal ein Protokoll der über mich gespeicherten Daten anzufordern!
Die Datenmenge allein ist schon beeindruckend.

> Es gibt Alternativen zu Google! utopia.de / Wir benutzen und empfehlen als Suchmaschine Ecosia


Mobiltelefone mit Android (von Google)

So viele Daten sammelt ein Android-Smartphone für Google 'TurnOn' (Saturn)
Android am Spionieren hindern heise.de
Alles zu Datenschutz und Google-Diensten Mobilsicher.de
Was der Google-Konzern aus seinen Diensten alles speichert Datenwachschutz.de

Die Android-Geräte sind auch deshalb günstig zu bekommen, weil Google für die Entwicklung und Nutzung des Betriebssystems keine Lizenzgebühren verlangt. Lediglich die Installation des Playstore, der Google-Suche samt aller Apps und das Anlagen eines Google-Kontos sind Voraussetzung für die Nutzung. Wie bei der Google-Suche 'bezahlt' man diese Leistung quasi anschliessend mit seinen Daten!
Und jeder Google-Dienst, jede App und jedes Gerät hat seine/ihre eigene Datensammel-Funktion (die man nicht abschalten kann, und der man in den AGBs zustimmt): Maps, das kostenlose GMail-Konto, Google-Drive samt Office-Apps, die Foto-Datenbank mit Bildersuche&erkennung, der Sprach-Assistant, Analytics für Webseite-Betreiber, der Kalender, Youtube, Android Auto, Public-DNS und sogar der Chrome-Browser ... Google Plus (der Gegenentwurf zu Facebook als Social Network) wurde dagegen wegen Erfolglosigkeit eingestellt. Interessant, dass Google noch keinen Messenger anbietet.


Facebook, Whatsapp und Instagram

Was Facebook und Whatsapp von mir & über mich wissen:
Facebook - Einstellungen - Deine Informationen herunterladen

Lesenswert dazu:
Niemand-kennt-mich-so-wie-Facebook - HAZ.de, Fabian Wenck hat sehr gut recherchiert!
Likes enthüllen die Persönlichkeit - Der Spiegel
Der Cambridge-Analytica-Datenskandal als Beispiel der möglichen Auswirkungen - auf Wikipedia kurz erklärt
Warum Facebook auch dank Whatsapp weiß, dass Du schwanger bist - WDR planet-wissen.de
Ein Persölichkeitsprofil aus den eigenen(!) bei Facebook gespeichertern Informationen erstellt Illuminus - wenn man gerade bei Facebook eingeloggt ist


Wie die Facebook-Sucht funktioniert - die Tricks der Entwickler: Die Story/3Sat 10-2020
Hier der ganz einfache 'Bin ich schon süchtig-Test' zum Mitmachen / Entwöhnen:
Wie lange kann man sein Handy in Schwarz-Weiß laufen lassen ... ?

Was Instagram (ebenfalls eine Facebook-Tochter) von mir weiß:
Instagram - Profil bearbeiten - Privatsphäre und Sicherheit - Kontodaten ansehen / Daten Download anfordern

Als sehr gute und datensichere WhatsApp-Alternativen zur schnellen Kommunikation bieten sich Threema
aus der Schweiz oder Skype an, ganz besonders für Unternehmen, die die DSGVO-Kriterien erfüllen möchten.
Empfehlen Sie es allen Ihren Kontakten weiter und chatten Sie künftig ohne Lauscher und Datenkraken!
Machen Sie mit - es werden immer mehr - 1x installiert und eingerichtet, sind Sie bald auch dort erreichbar!


TikTok und Snapchat

Was TikTok und Snapchat über mich gespeichert haben
... ist leider noch nicht so einfach herauszufinden! Sicherlich nicht weniger Informationen ...



Amazon und Alexa

Die dunkle Seite von Amazon und Alexa
... wird in dieser sehenswerten Reportage der BBC in ZDF-Zoom in 30 Minuten sehr anschaulich erklärt.



Man versteht dann, dass es neben der eigentlichen Information besonders um die Metadaten geht
(z.B. Ort/GPS, Uhrzeit, Kontakte/Freunde, besuchte Webseiten u.v.m. - siehe Facebook bzw. Google)
.
Außerdem, wie die Auswertung dieses riesigen Datenberges den Sammler so schlau und den Menschen
so transparent macht (und damit auch leichter manipulierbar).
> > >
Dadurch wird man vielleicht Alexa, Ring, Facebook, Google und das eigene Handy
(samt vieler toller Apps incl. Whatsapp) oder einen vernetzten PKW künftig mit ganz anderen Augen sehen ...


Ein Vergleich mit den Stasi-Akten [Wiki] drängt sich dabei geradezu auf. Mit zwei großen Unterschieden:
- Die Schnüffler hatten damals systematisch sehr viel mehr Aufwand betrieben, um im Ergebnis weniger detail- und umfangreiche Infos über ihre Bürger zu erfassen. Trotzdem ist daraus über die Jahre ein gewaltiger (noch analoger) Haufen an Informationen entstanden.
- Den drei großen "Datenkraken" liefern wir - oft ohne uns dessen bewußt zu sein - viel mehr Infos selbst und freiwillig an!


Was man mit den gesammelten Daten noch alles machen kann

Stichwort: Microtargeting zur Wahlbeeinflussung - zeigt eine top aktuelle ZDF-Zoom Reportage von Charles Kriel (Internet-Experte und Sonderberater für Desinformation im Britischen Unterhaus): Wie mit Daten die US-Wahlen 2020 beeinflusst werden [ZDF-Mediathek oder Video unten:]

Die Möglichkeiten von Big Data

Über gute und böse Anwendungen auf unseren 'Datenschatz' berichtet Planet Wissen:
Daten als Rohstoff der Zukunft
Soziale Medien - Wie sicher sind unsere Daten ?
Wie mächtig sind unsere digitalen Schatten ?

Online-Tracking und Datenverwendung
- in vielen Episoden und interessanten Beispielen für Ihre Daten ausführlich dargestellt von DoNotTrack
- einer Initiative von engagierten Journalisten zusammen mit öffentlich rechtlichen Sendern


Noch ein interessantes Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes von 06/2020 über die
Datenweitergabe bei Internet-Anbietern auf heise.de und ntv


Oft wird noch nach den beiden anderen großen IT-Konzernen gefragt:
Apple und Microsoft tauchen in obiger Liste nicht auf,
weil beide sich mit ihren Privacy-Konzepten grundsätzlich von den anderen großen Drei unterscheiden:
Beide räumen ausdrücklich in ihren Datenschutzerklärungen dem Schutz der Privatsphäre Priorität ein.
Hier nachzulesen: Apple / Microsoft -> Man erkennt den Unterschied zu den 'Datenkraken'.
Das erscheint mir bei aller Kritik sogar glaubwürdig, weil das Geschäftsmodell dieser beiden Firmen nicht von der Verknüpfung und Ausschlachtung möglichst vieler persönlicher Daten abhängt, sondern sie mit EDV-Dienstleistungen, Soft- und Hardwareverkauf sehr erfolgreich sind.

Apple kann das trotz Einzelprüfung leider nicht für alle Apps garantieren, die auf ihren Geräten installiert werden. Dafür bietet man aber für jede einzelne App eine Einstellmöglichkeit, um alle Zugriffe auf Gerätedaten außerhalb der App ein- oder ausschalten zu können.
> Man probiere einfach mal aus, was z.B. von Whatsapp noch übrig bleibt, wenn man einer solchen App den Zugriff auf GPS, Kontakte und die Kamera verbietet :)


Wer gerne noch tiefer in die Thematik einsteigen möchte, schaue sich mal die DNS-Auflösung
beim Internet-Provider an. Schön erklärt findet man das z.B. bei Cloudflare

Wir nutzen und empfehlen ausdrücklich 1.1.1.1 für das Handy und den Router zuhause.


Sehr lesenswert zum Thema ist auch der Kult-Roman von George Orwell "1984",
geschrieben im Jahr 1948(!) - man beachte speziell den Absatz "Überwachung"
und staune, wie genau dort der Autor schon 1948 eine fiktive/die Zukunft beschrieben hat. Lediglich das Jahr hat er etwas verfehlt, und die meisten seiner anderen Ideen sind bei uns zum Glück (noch?) nicht eingetreten ...


PS: Vielleicht bleibt alles aber auch ganz harmlos, und wir gewöhnen uns gut an Alexa und das Internet der Dinge?
Wie das aussehen könnte, hat die 'extra3-Familie' des NDR in diesen Videos (auf Youtube!) einmal durchgespielt:
Das Leben mit Sprachassistenten
Leben im Smart Home und Internet der Dinge
Wenn Sprachassistenten die Macht übernehmen ...
Hinweis: Beim Ansehen wird in Ihrer 'Google-Akte' vermerkt, dass Sie gerade zu den >400.000 Usern gehören,
die sich dafür interessiert haben. Youtube ist eine Google-Tochter.